
Todoji war der erste Agent, den ich gebaut habe. Nicht weil ich es cool fand, AI Agents zu bauen – sondern weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, jeden Morgen aufzuwachen und nicht zu wissen, wo ich anfangen soll.
Das Problem: 3 Apps, 0 Überblick
Ich hatte Todoist. Ich hatte Apple Reminders. Ich hatte eine Notion-Datenbank. Drei verschiedene Systeme, die alle dasselbe sein sollten: meine To-Do-Liste. Das Problem? Keine davon hat mir gesagt, was ich wirklich tun sollte.
Todoist hat einfach alles aufgelistet – 47 Tasks, gleich wichtig, gleich dringend. Apple Reminders hat mich zu den falschen Zeiten genervt. Und Notion? Da war alles so schön organisiert, dass ich mehr Zeit mit Organisieren verbracht habe als mit Erledigen.
Das Ergebnis: Jeden Abend das Gefühl, nichts geschafft zu haben – obwohl ich den ganzen Tag beschäftigt war.
Der Wendepunkt: Ein Sonntagabend im Oktober
Es war 23 Uhr. Ich saß vor meinem Laptop und versuchte, meinen Montag zu planen. 47 offene Browser-Tabs. Drei verschiedene To-Do-Listen. Kalender-Events, die ich schon zweimal verschoben hatte. Und ein Gefühl der Überforderung, das mich lähmt.
Da hatte ich den Gedanken, der alles verändert hat:
"Was wäre, wenn ein Agent meine Tasks kennt, meinen Kalender sieht, mein Energielevel versteht – und mir einfach sagt: Mach das."
Die Idee: Nicht noch eine App – ein Denker
Das Problem war nie, dass ich keine To-Do-App hatte. Ich hatte zu viele. Was mir fehlte, war jemand der für mich denkt. Der morgens meine Tasks durchgeht, meine Deadlines kennt, weiß dass ich um 9 Uhr morgens mehr Energie habe als um 15 Uhr – und mir dann sagt: "Hey, das sind deine drei wichtigsten Aufgaben für heute."
Also habe ich angefangen zu bauen. Nicht mit einem Plan. Nicht mit einem Business Model. Einfach mit dem Wunsch, morgens aufzuwachen und zu wissen, was zu tun ist.
So habe ich Todoji gebaut
Der erste Schritt war simpel: Eine Supabase-Tabelle mit meinen Tasks. Titel, Beschreibung, Deadline, Priorität, Energielevel. Nichts Fancy.
CREATE TABLE tasks ( id UUID PRIMARY KEY DEFAULT gen_random_uuid(), title TEXT NOT NULL, description TEXT, deadline TIMESTAMPTZ, priority TEXT DEFAULT 'medium', energy_required TEXT DEFAULT 'medium', status TEXT DEFAULT 'open', created_at TIMESTAMPTZ DEFAULT NOW() );
Dann kam das Herzstück: Ein n8n-Workflow, der jeden Morgen um 7 Uhr meine Tasks durchgeht und mit Claude analysiert. Der Prompt war einfach:
Du bist Todoji, ein freundlicher Task-Manager. Analysiere diese Tasks und erstelle eine priorisierte Liste der 3 wichtigsten Aufgaben für heute. Berücksichtige: - Deadlines (was ist dringend?) - Energielevel (morgens = hohe Energie) - Abhängigkeiten zwischen Tasks

Todoji – Smart Task Prioritization
Download the ready-made n8n template and import it directly into your n8n.
Features, die aus echten Problemen entstanden
Jedes Feature von Todoji ist aus einem echten Problem entstanden. Kein Feature-Creep, keine "wäre doch cool"-Ideen – nur Lösungen für echte Frustration.
Intelligente Priorisierung
Problem: Ich wusste nie, was wirklich wichtig ist.
Lösung: AI analysiert Deadlines, Kontext und Energie und sagt mir die Top 3.
Voice Capture
Problem: Ich habe Tasks vergessen, weil ich zu faul war sie einzutippen.
Lösung: Einfach laut aussprechen – Todoji strukturiert automatisch.
Kalender-Sync
Problem: Meine Tasks und mein Kalender waren zwei getrennte Welten.
Lösung: Zwei-Wege-Sync mit Google Calendar. Tasks werden zu Events, Events zu Tasks.
Focus Mode
Problem: Ich habe ständig zwischen Tasks gewechselt und nichts fertig gemacht.
Lösung: Ein Task zur Zeit. Ablenkungen blockiert. Fertig, dann weiter.
Was sich verändert hat
Seit ich Todoji nutze, hat sich mein Alltag komplett verändert. Nicht weil ich plötzlich disziplinierter bin – sondern weil ich ein System habe, das für mich denkt.
Ein typischer Morgen mit Todoji
Todoji analysiert meine Tasks und erstellt die Top 3 für heute.
Ich bekomme eine Nachricht: "Guten Morgen! Heute steht an: 1. Pitch Deck fertigmachen (Deadline morgen), 2. Gym (dein Energielevel braucht das), 3. Blog schreiben."
Ich starte Task 1. Focus Mode aktiv. Keine Ablenkungen.
Pitch Deck fertig. Todoji markiert es automatisch als erledigt und zeigt Task 2.
Mittags-Check: "Du hast 2 von 3 Tasks erledigt. Du bist auf Kurs."
Was ich beim Bauen gelernt habe
Weniger ist mehr
Todoji zeigt mir nur 3 Tasks. Nicht 47. Das allein hat alles verändert.
Energie schlägt Disziplin
Es geht nicht darum, alles zu schaffen – sondern die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu machen.
Ein System das denkt > eine App die listet
Der Unterschied ist gewaltig. Eine App wartet. Ein Agent handelt.
Du willst Todoji selbst bauen?
Im Tutorial zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen eigenen Task-Agent baust – von der Datenbank bis zum fertigen System.
Tutorial starten– Ben
Todoji war der Anfang. Als nächstes kam Cashy – aber das ist eine andere Geschichte.